Fremdenfeindlichkeit: In Gaststätte grundlos geschlagen
Erneut Afrikaner angegriffen

Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche ist ein Afrikaner aus rassistischen Gründen in Ludwigshafen angegriffen worden. Ein aus Eritrea stammender 43-jähriger Mann wurde am Mittwochabend in einer Gaststätte in der Goethestraße von zwei unbekannten Männern geschlagen und getreten. Grundlos habe er mehrere Faustschläge ins Gesicht erhalten, berichtete der Afrikaner den Kripobeamten. Eine Zeugin hat laut Polizei diese Angaben bestätigt. Eine Zeugin habe auch gehört, dass ein Angreifer bekundet habe, dass er rassistisch sei und solche Menschen auch wegen ihrer Hautfarbe hassen würde. "Wir gehen zweifellos von einem fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat aus", stellte Polizeisprecher Michael Lindner klar. Daher habe die Zentrale Kriminalinspektion die Ermittlungen übernommen.

Der 43-Jährige, der seit 1988 in Ludwigshafen wohnt und ohne Begleitung das Lokal aufsuchte, erlitt bei der Schlägerei eine Platzwunde über dem Auge und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Der eine Täter ist etwa 50 Jahre alt, 190 bis 195 cm groß, hat kurze lockige Haare und einen Oberlippenbart. Der andere, der sich als rassistisch bezeichnete, ist etwa 25 Jahre alt, circa 180 cm groß, schlank und hat dunkle kurze Haare. Beide trugen orangefarbene Westen. Hinweise an die Polizei unter Tel. 0621/963-11-63.

Vor einer Woche war ein 20-jähriger Somalier am Berliner Platz von einem 24-Jährigen geschlagen worden, der der Polizei als Gewalttäter der rechten Szene bekannt ist. ott

Mannheimer Morgen
07. Dezember 2007